antisexistTANDEMS 8.3.2021-

Im Rahmen der Aktionsreihe antisextisTANDEMS stellen Künstler*innen aus dem TANDEMS Team Frauen* vor, die bewegen, uns beeindrucken, Lust zum weiter Denken machen und motivieren:

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Elke Zobl

Ich freue mich sehr, dass ich heute den Auftakt machen darf. Viel Freude beim Lesen und bei Euren weiteren Recherchen.

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von Stephanie Müller für Elke Zobl

„And the voices said,

‘Just do it!’

And I think I agree’

Cause someone’s got to do it

And it might as well be me

‘Cause I’m the doer

I’m the doer

I’m the doer right now […]“

(Scout Niblett, Just Do It!, 2007)

Bei Scout Niblett’s Song „Just Do It!“ denke ich jedes mal an einen ganz bestimmten Menschen: Elke Zobl. Ich habe sie 2004 kennengelernt, als ich gerade angefangen hatte, künstlerisch zu arbeiten und mich für kollektive Projekte zu begeistern. Ich war damals Teil des ehrenamtlichen Veranstalter*innen-Kollektivs im Münchner „Kafe Kult“. Bei unseren Konzertveranstaltungen hatten die Bands neben Platten und T-Shirts auch Zines dabei. Genau darüber wollte ich unbedingt mehr erfahren. Zines sind selbst gemachte Hefte, die sich als kritisches Gegenstück zu stereotypen Inhalten und Bildern der Massenkultur verstehen. Nicht selten sind sie außergewöhnlich gestaltet, mit eigenwilligem Layout und offen für Formate jenseits des DIN-Korsetts. Meine Recherchen führten mich immer wieder zu Elke Zobl. Sie forschte mehrere Jahre an der Universität of California (San Diego ,USA) zu alternativen, feministischen Medien und transnationalen Netzwerken. Seit einigen Jahren leítet sie den Programmbereich „Zeitgenössische Kunst und Kulturproduktion“ am Schwerpunkt Wissenschaft & Kunst der Universität Salzburg. Sie kümmert sich um ihre beiden Kinder und bringt immer wieder Menschen aus verschiedenen Kontexten zusammen. Mit Blick auf die Klimakrise hat sie, schon als Langstreckenreisen im wissenschaftlichen Kreisen noch absolut üblich waren, auf die Teilnahme an internationalen Konferenzen verzichtet und andere Wege der Vernetzung gesucht. Elke Zobl ist mir über die Jahre hinweg sehr ans Herz gewachsen. Die wissenschaftlichen Projekte, die sie gemeinsam mit ihrem Team auf die Beine stellt, sind mutig. Sie schaffen Verbindungen, versuchen mitten im engen Wissenschaftskorsett dem Leistungsdruck zu trotzen und bleiben stets offen für Prozesshaftes, Ungewisses – auch in unsicheren Zeiten, in denen andere längst wieder auf „Nummer Sicher“ gehen und nach neuen „Normaltäten“ greifen. Elke Zobl hat keine Scheu, sich selbst zu hinterfragen, zu verlernen und neu zu denken. Mitten im ersten Lockdown 2020 hat sie im Austausch mit anderen das transdisziplinäre Forschungsprojekt „Räume kultureller Demokratie“ ins Rollen gebracht. Bereits in der ersten Forschungsphase waren mehr als 30 Menschen verschiedenen Alters und aus unterschiedlichen Interessenfeldern eingebunden, um mit Blick auf die Klimakrise Lust auf einen nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt zu machen. Demnächst zieht das Forschungsprojekt in eine erste Praxisphase. Das urbane Nest wird verlassen, Geschichten des Gelingens werden gesammelt. Das Inventar des öffentlichen Raums – die Bushaltestelle, der Wochenmarkt, etc. – wird zum kollektiven Labor. Der Austausch mit Elke Zobl macht Spass, ich bleibe gerne am Ball, gerade weil sie ihrem Gegenüber vertrauen schenkt und Lust auf die Inhalte und Fragen der vielen anderen hat. Als ich Elke’s Online Archiv http://www.grrrlzines.net/ 2003 zum ersten Mal durchstöbert hatte, konnte ich noch nicht ahnen, welche Netze alle noch geknüpft werden würden.Ein dickes Dinosaurier-Danke von Steffi aus dem TANDEMS Team!Viel Spass beim Eintauchen in dieses lebendige, unterstützende Netzwerk!

https://www.p-art-icipate.net/raeume/start/ https://www.grassrootsfeminism.net/cms/

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Portait von Elke Zobl: Pia Streicher #internationalwomensday2021 #WomensHistoryMonth #IWD2021 #shoutout #internationalwomensday #wewontshutup #sieinspiriertmich

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Dilek Gürsoy

Nachdem Stephanie Müller aka Rag Treasure am Montag den spannenden Auftakt gemacht hat, freue ich mich nun die zweite bewegende Frau vorstellen zu dürfen.

*Von Helena Hartmann*

Neulich in einem Telefongespräch erzählte mir meine Mama von einer Frau, die einen unheimlichen Eindruck bei ihr hinterlassen hatte. Diese Frau hieß „Dilek Gürsoy“.Ich wurde neugierig und begann ein wenig zu recherchieren:Dilek Gürsoy ist eine deutsche Medizinerin mit dem Schwerpunkt Herzchirurgie.Sie kann auf eine steile Karriere zurückblicken und ist wohlgemerkt die erste Frau, die in Europa ein Kunstherz transplantiert hat. Sie schafft es an die Spitze einer leider immer noch absoluten Männerdomäne, nämlich der Herzchirurgie, wird im Jahre 2019 Medizinerin des Jahres, entwickelt ein neuartiges Kunstherz und bekommt diverse Preise und Auszeichnungen.Eben am Rande: die Herzchirurgie ist die Königsklasse unter den Mediziner*innen und bis heute gibt es in dieser Domäne in Deutschland so gut wie keine Frauen…das muss man sich mal vorstellen. Die Zeit berichtet 2019 z.B., dass man in den 78 herzchirurgischen Abteilungen der deutschen Krankenhäuser keine einzige Chefärztin findet(https://www.zeit.de/…/frauen-chirurgie-aerztinnen…).

Anfänglich als kleine Assistenzärztin störte Dilek Gürsoy niemanden in der von Männern dominierten Welt der Kardiologen, aber ihre Expertise und ihre mediale Bekanntheit lassen sie plötzlich zur Gefahr für die Männerwelt werden.Denn als sie sich als Frau mit ihrer Erfahrung und Kompetenz in einer immer noch von Männern dominierten herzchirurgischen/kardiologischen Welt um eine Führungsposition bewirbt, geht es nämlich plötzlich beruflich nicht mehr weiter, sie findet keine Anstellung als Chefärztin.Was tut Sie? Sie zögert nicht lange und räumt die Steine, die ihr in den Weg gelegt werden aus dem Weg, nimmt letztendlich die Zügel selber in die Hand und gründet ihre eigene private Klinik.Mit einer starken Frau in ihrer nächsten Umgebung „ihrer Mutter“, die ihr vorgelebt hat stark und selbstbestimmt den eigenen Weg zu gehen und den Glauben an sich selbst nicht zu verlieren, schafft Dilek Gürsoy es. Unter dem Titel “Ich stehe hier, weil ich gut bin. Allein unter Männern: Eine Herzchirurgin kämpft sich durch“ hat sie im vergangenen September ihr erstes Buch veröffentlicht:

https://www.thalia.de/…/artikeldetails/ID147911959.html. In diesem Sinne liebe Frauen: verliert den Glauben an Euch selber nicht und verfolgt Eure Visionen!!!Hier unten aufgeführt möchte ich Euch einfach gerne folgende Zitate von Dilek Gürsoy mit auf den Weg geben, die mich bewegen: „Wenn du als Frau sagst, du willst deine Vision umsetzen, und das mit einem Willen, einer Kraft und Leidenschaft, dann verkraften das viele erstmal nicht. Man darf da auch nicht zu blauäugig sein: ich wusste, dass ich mit Steinen auf dem Weg zu rechnen hatte. Ich mache das aber nicht für mein Ego, sondern für die Patienten. Ich will etwas Gutes für die Schwerstkranken unserer Nation organisieren.“ (Zitat von Dilek Gürsoy aus herCAREER https://www.her-career.com/dilek-guersoy-kein…/)„Seit selbstbewustt, aber rückt bitte nicht die Ellenbogen aus.“ (Zitat von Dilek Gürsoy aus herCAREER https://www.her-career.com/dilek-guersoy-kein…/)„Und ich möchte auch die gläserne Decke beschreiben, die es sehr wohl für Frauen gibt – und an die ich früher selber nicht geglaubt habe. Solange du im System mitgehst und mehr oder weniger die Klappe hältst, ist alles okay. Sobald du aber eine Idee, eine Vision, hast und etwas einforderst, wird das zum Problem. Das muss man abarbeiten.“ (Zitat von Dilek Gürsoy aus herCAREER https://www.her-career.com/dilek-guersoy-kein…/)Eine selbstbewusste Frau wir dann schon mal als irre tituliert – a la „was will die denn, die hat ja nur Träume“. (Zitat von Dilek Gürsoy aus herCAREER https://www.her-career.com/dilek-guersoy-kein…/Quellenangaben:https://www.her-career.com/dilek-guersoy-kein…/https://www.ardmediathek.de/…/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0…/https://www.facebook.com/fruehstuecksfernsehen/videos/358316031962865Grafiken: https://www.sueddeutsche.de/…/transplantationsmedizin…https://www.br.de/…/50-jahre-kunstherz-von-der-grossen…https://www.thalia.de/…/artikeldetails/ID147911959.html

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Elsa von Freytag-Lohringhoven

Ich freue ich mich nun die bewegende, faszinierende Frau vorstellen zu dürfen:

Elsa von Freytag-Lohringhoven von Mimosa Pale***

„Ich bin Kunst“

Baroness Elsa von Freytag-Lohringhoven (1874-1927)

Sie war eine skandalöse, dadaistische Künstlerin die zu Ihren Lebzeiten Kontrovers, Provokant und für viele Menschen eine grosse Inspiration war. Demonstrativ ungehorsam experimentierte sie mit Leben und Kunst. Das erste womit sie mir vorgestellt wurde war, dass sie durch ihre Art sich zu Kleiden aufsehen erregt hat, zB mit einer Torte auf dem Kopf in der Öffentlichkeit aufhielt. Oder sich mit einer Briefmarke auf jeder Backe das Gesicht schmückte! Sie war quasi die Vorgängerin der Performancekunst im öffentlichen Raum, oder ein Mensch die Selbstdarstellung und die Möglichkeit des Körpers als Medium und Plattform der Kunst schon sehr früh erkannt hat, und zwar in den Anfängen des letzten Jahrhunderts. Sie schrieb körperbezogene, sexuell aufgeladene Poesie, machte aus Müll Kunst, und trat als Dragking auf, bevor es diesen Begriff überhaupt gab! Sie wurde mehrmals verhaftet unter anderem da sich sich in der Öffentlichkeit als Mann ausgab, gleichzeitig hat die damalige Kunstszene in New York und Paris sie als Avangardistin gefeiert, geehrt und manche auch gefürchtet. Sie baute Skulpturen und Assemblages aus gefundenen Objekten und manchmal trug sie diese Skulpturen bei sich auf ihren alltäglichen Auftritten durch New Yorks Strassen und erzeugte dadurch Dada-Körpermusik. Und wer es noch nicht weiss; das Schlüsselwerk des Ready-Made Kunst „ Fountain“ 1917, wird nicht mehr Marcel Duchamp sondern sondern seiner engen Freundin Elsa von Freytag-Lothringhoven zugeschrieben! Duchamp schrieb über die Baroness: „Sie ist keine Futuristin, sie ist die Zukunft.“ Elsa von Freytag-Lohringhoven das Modell, die Muse, Vorreiterin der erotischen Revolution zu Beginn des 20. Jahrhunderts war so vielseitig, emanzipiert, feministisch und eine Vorreiterin in der Verschmelzung von Körper und Geschlechterrollen, dass wir noch heute, 100 Jahre später über sie staunen und sie als Vorbild haben sollten!

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Quellen, Poesie und mehr Infos über Elsa von Freytag-Lothringhoven:DIE DADA, Frauen die Dada prägten, Ina Boesch(Hg.), Scheidegger &Spiess, 2015https://www.artsy.net/…/artsy-editorial-elsa-von… https://jacket2.org/…/poems-baroness-elsa-von-freytag… https://de.wikipedia.org/wiki/Elsa_von_Freytag-Loringhovenhttps://taz.de/!866936/

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#elsavonfreytag #baronesselsavonfreytag #dada #diedada #tandemskunstfestival #tandemshorb #frauendiebewegen #inspirierendefrauen #dadafrauen #avantgardeart #antisexistart #vorreiterinnen

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Ask Alice

***Im Rahmen der Reihe antisexisTANDEMS stellen Künstler*innen aus dem TANDEMS Team Frauen* vor, die bewegen, anecken, auch mal erschöpft sind und Mut machen.***

Klaus Erika Dietl für Alice Guy***

Es geht in unserer Welt nicht nur darum, wessen Geschichte es wert ist, erzählt zu werden, sondern auch darum, wer diese Geschichten erzählt. Und blicken wir zurück, müssen wir beschämt einräumen, dass es fast ausschließlich Männer waren, die erzählt haben, was andere Männer interessieren könnte.Die größte Erzähler*in unserer Zeit ist immer noch der Film, das Kino, das soziale Miteinander im Erleben einer Geschichte. Auch, wenn sich diese Welt rapide wandelt.Von 1896 bis 1906 war Alice Guy vielleicht die einzige Filmemacher*in, bestimmt aber die berühmteste und produktivste auf der Welt. Sie begann als Sekretär*in für die Fotografiefirma von Léon Gaumond, war als Jugendliche Augenzeug*in der ersten Filmvorführung der Gebrüder Lumiere und drehte schon 1896 ihren ersten eigenen Film.Die Liebe zum filmischen Erzählen hatte sie erfasst und in der Folge drehte sie an die 700 Filme, mal eine, mal bis zu 30 Minuten lang. Sie liebte das Filmemachen so sehr, dass sie jeden Arbeitsschritt selbst ausführen konnte: die Kamera bedienen, Drehbücher schreiben, Filme schneiden und schauspielen.Die Zeitspanne ihrer Filmproduktion umfasste die großen Revolutionen in der Geschichte des Films, der von der belächelten Jahrmarktattraktion, bis zum synchronisierten Ton- und sogar Farbfilm die Welt eroberte. Es war die Zeit, in der die großen Filmfirmen erst am Entstehen waren, noch niemand ahnen konnte, welche finanziellen Dimensionen das Filmgeschäft einmal haben würde.Kaum hatten einige wenige Männer diese Goldgrube für sich entdeckt und Alice ihren ersten Misserfolg mit The Great Adventure (1918) bekam sie keine finanzielle Unterstützung mehr für einen nächsten Film, wandte sich enttäuscht ab und schon begannen männliche Filmhistoriker nach und nach ihre Filme männlichen Filmemachern zu zu schreiben.Die meisten ihrer Arbeiten sind aufgrund mangelnder Restauration zerstört worden.Auch das lehrt uns die Geschichte. Schauen wir also besser genauer hin, wer erzählt und was erzählt wird und wessen Geschichten wir gerne weiter erzählen. Besonders aufmerksam sollten wir sein, wenn es um die Kulturgeschichte verschiedener Länder geht.#tandemskunstfestival#IWD2021#frauendiebewegen#IWD#frauenkampftag#weltfrauentag2021#sieinspiriertmich#wirsindschonimmerda

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Kaleo Sansaa

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KALEO SANSAA ist eine Künstler*in, die mit ihrer Musik ganz persönlichen Themen eine Bühne bietet.Sie lebt und arbeitet in Köln, ist in Sambia (Ostafrika) geboren und kam als 11 Jährige mit ihrer Familie nach Duisburg.Im Sommer 2020 hatte ich Gelegenheit, Kaleo Sansaa ein erstes Mal live zu erleben. Beim Future Now Festival in Wuppertal performte die Kölner Musikerin mitten im stillgelegten Schwimmbad. Ich war begeistert von Kaleo Sansaa’s Bühnenpräsenz. Trotz Pandemie bedingtem Abstand schwang ihre Musik weit über jeden Becken- und Tellerrand hinweg ganz nah mit den Menschen.Kaleo Sansaa bezeichnet ihre Musik als „„Sun-Drunk Sound and Solar-Based Hip-Hop“. Ihr Sound und die Inhalte, die sie transportiert, lassen Brüche zu und reißen gleichzeitig mit. Ihre Texte sind radikal ehrlich, reflektiert und pointiert. Erst kürzlich veröffentlichte sie ihre Single “Pay Mi In Cash”. Darin fordert sie mehr Wertschätzung – besonders finanzielle – für sich selbst, für andere Black People of Colour (BPoC). Denn BPoC mussten lange genug unbezahlt und unterbezahlt für Weiße arbeiten. Kaleo Sansaa fordert ein, nutzt ihre Social Media Kanäle, um sich auszutauschen und um Andere zu unterstützen. Im Zuge dessen zeigt sie immer wieder, wie wichtig es ist, über Schwächen, Phasen der Erschöpfung, Thereapieerfahrungen und Traumatisierungen offen zu sprechen.Auch offline schafft Kaleo Sansaa Foren. Im Dezember 2017 startete sie die Veranstaltungsreihe „Soultrip Poetry“. Dabei geht es ihr vor allem um das Sicht- und Hörbarmachen von Kunst und Musik, die von marginalisierten Menschen produziert wird. Außerdem war Kaleo Sansaa 2018 an der Organisation des ersten Kölner „Black History Month“ beteiligt.Am 26. März 2021 veröffentlicht sie ihr Debütalbum „SOLARBASED KWING“.Ich freue mich sehr darauf,Eure Stephanie aka Rag Treasure aus dem TANDEMS Team ***mehr über Kaleo Sansaa findet ihr hierWeb:https://www.kaleosansaa.com

Instagram:@kaleosanaa

https://youtu.be/WWgcjUHi2lU

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#IWD2021#tandemskunstfestival

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Pauline Anna Strom

Im Rahmen unserer Reihe AntisexisTANDEMS stellen Künstler*innen aus dem TANDEMS Team Frauen* vor, die bewegen.In der vergangenen Wochen haben wir bereits 6 beeindruckende Frauen kennengelernt (Elke Zobl, Dilek Gürsoy, Baroness Elsa von Freytag-Lohringhoven, Alice Guy und Kaleo Sansaa). Ich freue ich mich nun die sechste bewegende Frau vorstellen zu dürfen:

*Von Helena Hartmann*

Pauline Anna Strom

Ich habe Pauline Anna Strom erst vor einer Woche in der Zeitschrift „Stern“ entdeckt, begann natürlich zu recherchieren und wurde sofort in ihren Bann gezogen. Wenn man Anna Pauline Strom hört, ist es so als würde man sich auf eine Reise durch seinen eigenen Körper begeben, man dringt tief in jede Zelle ein und erlebt das „Sein“ auf eine sehr angenehme Art und Weise. Die Grenzen zwischen Raum und Zeit scheinen zu verschwimmen und wir werden sanft in unterschiedlichste Welten entführt, werden Teil eines ganz eigentümlichen Kosmos.Aber wer ist oder besser gesagt „wer war“ diese Pauline Anna Strom eigentlich, die bis vor 4 Jahren kaum eine*r kannte? Pauline Anna Strom wurde 1946 in Amerika geboren, wuchs im Süden der USA auf und ließ sich später in San Francisco nieder. Sie wurde nur 74 Jahre alt und starb im vergangenen Jahr überraschend und kurz vor ihrem Comeback. Ihr Label hatte einen Monat vor ihrem Tod das erste Album seit 3 Jahrzehnten herausgebracht. Die Release im Februar 2021 hat sie leider nicht mehr erleben dürfen. In den 80er Jahren erlebte Pauline Anna Strom ihre produktivste Epoche und brachte unter dem Pseudonym Trans-Millenia-Konsort 3 LPS und 4 Kasetten. Zur damaligen Zeit war das für eine Frau noch eine Seltenheit. Sie beendete jedoch vorerst ihre Karriere nachdem der kommerzielle Erfolg leider ausblieb und sie fast ihr gesamtes Equipment verkaufen musste. Sie wendete sich von der Musik ab und widmete sich der japanischen Heilkunst Reiki.Doch als sich ihr Label 2017 entschied eine Kompilation ihrer Werke herauszubringen, führte das dazu, dass auch die jüngere Generation sie entdeckte und feststellte was für eine Pionierin Pauline Anna Strom eigentlich auf dem Gebiet der Synthesizer war.Vermutlich hat die Tatsache, dass Pauline Anna Strom blind auf die Welt kam, sie daher schon von Geburt an sehr empfindsam für akkustische Reize und andersartige Sinneseindrücke werden lassen.In diesem Sinne wünsche ich Euch ein entspanntes Wochenende und eine bewegende Reise in die akkustischen Welten von Pauline Anna Strom, siehe Links:

Angel Tears in Sunlight https://paulineannastrom.bandcamp.com/…/angel-tears-in…Pauline Anna Strom – Equatorial Sunrisehttps://www.youtube.com/watch?v=WjMfcqDgFKU Pauline Anna Strom (Usa, 1982) – Trans Millenia Consort (Full)https://www.youtube.com/watch?v=8sC0zvwSF50Quellenangaben: http://africanpaper.com/…/pauline-anna-strom-angel…/https://www.byte.fm/…/komponistin-pauline-anna-strom…/https://www.musikexpress.de/…/pauline-anna-strom-angel…/Grafiken aus:https://fenestra.lv/artists/pauline-anna-strom/ Von ByteFM Redaktionhttps://www.byte.fm/…/komponistin-pauline-anna-strom…/

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Edmonia Lewis

*von Mimosa Pale*

Ich freue mich euch die erste Afro-Amerikanische international berühmte Bildhauerin vorzustellen; Edmonia Lewis (1844-1907)

Was für eine unglaublich starke Person muss sie gewesen sein, da sie trotz dem Rassismus gegenüber ihrer Herkunft, Hautfarbe und Geschlecht es geschafft hat eine erfolgreiche Bildhauerin zu werden und ihren einzigartigen Lebensweg zu schreiten. Edmonia Lewis wurde 1844 New York, als Tochter eines freien Afroamerikaners und einer Angehörigen des Mississauga-Ojibwe-Indianer Stammes geboren. Sie wurde mit 9 jahren Waise und wuchs bei dem Stamm ihrer Mutter auf. Da ihr Bruder während des Goldrausches ein Erfolgreicher Goldgräber wurde, konnte er seiner kleinen Schwester das Kunststudium finanzieren. Während ihrer Studienzeit in der Oberlin College erlebte sie täglich Rassismus und Gewalt, wurde für das Vergiften ihrer 2 Mitstudentinnen beschuldigt und fast zu Tode verprügelt. Wegen den unruhigen Umständen (u.a. 2 Gerichtsverfahren gegen Sie) wurde Edmonia das letzte Jahr im Studium verweigert und sie ging relativ früh über Boston, London und Florenz nach Rom, wo sie 1866 als Bildhauerin ein Atelier gründete und den grössten Teil ihres Lebens wirkte. “Ich wurde praktisch nach Rom gefahren, um die Möglichkeiten für Kunstkultur zu erhalten und eine soziale Atmosphäre zu finden, in der ich nicht ständig an meine Farbe erinnert wurde. Das Land der Freiheit hatte keinen Platz für einen farbigen Bildhauer.”Sie schloss sich der großen künstlerischen Gemeinschaft in Rom an, und begann in Marmor zu arbeiten. Sie übernahm den neoklassizistischen Stil, der Elemente der antiken griechischen und römischen Kunst umfasste. Nebst den klassischen Themen fertigte sie auch Skulpturen die Native- und Afroamerikaner darstellten, was in der damaligen Zeit als ungewöhnlich galt. Sie war eine populäre Persönlichkeit, ihr Atelier in Rom wurde zu einer Sehenswürdigkeit, und sie zu einer bedeutenden Bildhauerin ihrer Zeit. Trotz ihrer Erfolge und besonderen Leistungen wurde sie in der Kunstgeschichte 100 Jahre ignoriert. https://www.theartstory.org/artist/lewis-edmonia/https://artinwords.de/edmonia-lewis/https://www.nytimes.com/…/overlooked-edmonia-lewis…https://gedankenwelt.de/edmonia-lewis-pionierin-ihres…/

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Ulrike Ottinger & die Rolltreppe

Im Rahme der Reihe antisexisTANDEMS stellen Künstler*innen aus dem TANDEMS Team Frauen* vor, die beeindruckendes schaffen, die Stärke zeigen, in dem sie ganz offen auch mal zugeben, dass sie gerade nicht mehr können, deren Arbeit inspiriert und motiviert.

Heute gibt Klaus Erika Dietl Einblick in zwei Begegnungen, die er* nicht mehr vergessen wird: Eine Rolltreppe im KaDeWe – Berlin der 80er, in einem Film von Ulrike Ottinger – quillt über von Figuren aus mehreren Alpträumen, Räuschen und extra schrägen Fantasien. Die Sammlung Goetz in München gibt FREAK ORLANDO für ein Wochenende frei zum Stream. Ich schaffe es erst mitten in der Nacht den Film anzusehen und das erweist sich als die beste Tageszeit für einen Film wie diesen. Ich komme aus dem Staunen nicht heraus, in welche Welt mich Ulrike Ottinger eintreten lässt: hunderte von unfassbar tollen Kostümen, Ballett-artigen Bewegungen in perfekter Choreografie und so schöne Bilder, gefilmt von Ulrike Ottinger selbst. Auf der besagten Rolltreppe tummeln sich queere Körper wie sonst in keinem deutschen Film: die schlafwandlerische Magdalena Montezuma als mehrgeschlechtlicher Orlando, flieht gerade von einer Jahrmarktshow, in der sie*er als Gewichtheber*in zugange war. Verfolgt wird sie*er von einem Dutzend grunzender Männerpärchen in Lederkluft und einem Polizist*innen-Paar, die sich in wilder Gestik um einander drehen und Trillerpfeife trillern…Nur ganz kurze Stunden später muss ich – Umschnitt in die harte Realität – einen Morgenzug am Münchner Hauptbahnhof erreichen. Trotz Corona-Verordnungen sind die U-Bahnen voller Menschen. Wir müssen alle irgendwo hin. Ich bin noch immer in der Welt von Ulrike Ottinger. In dem Augenblick, als ich meinen Rollkoffer auf die Rolltreppe hebe und innerlich noch schmunzle, öffnet sich der Reißverschluss unten am Koffer und in einem Rutsch fallen alle meine Sachen unter die Füße von grunzenden Menschen, sehe ich alle meine Dinge entweder nach oben fahren und zwischen den Menschenbeinen verschwinden, oder sich am Fuße der Rolltreppe hilflos drehen: mein Tagebuch, meine Kamera, mein Stofftier und meine Verkleidungen, entschließen sich spontan, sich von einander, jedenfalls von mir zu trennen. Selbst mein jetzt leerer Koffer fährt bereits unsichtbar irgendwohin. Das grausame Ballett frühmorgendlicher Ellenbogen-Hektik ist in vollem Gange und ich stehe im Weg und zwar sehr. Eine Stimme hatte mich etwas gefragt, es ging zu schnell, erst später erinnere ich mich. Ich raffe meine Habseligkeiten zusammen und fahre hinauf. Dort sehe ich eine schwarze Frau am Boden knien und in liebevoller Gelassenheit eine meiner Merkwürdigkeiten nach der anderen in meinen Koffer zurück zu packen. Sie hatte mich unten gefragt, ob das mein Koffer sein, der da herrenlos* hinauf fährt, hatte keine Antwort erhalten, sich dann kurz entschlossen des Koffers unterwegs angenommen und oben dann begonnen, meine Dinge, durch ihren Körper beschützt, eins nach dem anderen in Sicherheit zu bringen. Ich stehe, nervlich zerrüttet, mit Stofftier und Büchern im Arm hinter ihr und möchte ihr danken. Ich bin so voller Dankbarkeit, dass ich großes Glück empfinde. Wie kann ein Mensch sich sofort angesprochen fühlen, auf einer Rolltreppe im Alptraumbahnhof München, und sofort helfend, bereit stehen? Als keine Dinge mehr angeschwemmt werden, steht sie auf und geht, ohne mich anzublicken. Wie kann ein Mensch so voller Hilfsbereitschaft sein, ohne Dank hören zu wollen? Liebe unbekannte Frau, ich möchte ein Herz bekommen, wie sie es haben und damit meine Dankbarkeit weitergeben. Liebe Ulrike Ottinger, Sie haben nicht nur die Rolltreppen dieser Welt für mich verwandelt.Klaus Erika Dietl/ @klaus_erika_dietlBildcredits:Bild mit Rolltreppe:Blickle, Ursula (Hrsg.): Ulrike Ottinger. Bildarchive. Verlag für Moderne Kunst Nürnberg, 2005, S. 187.Portrait Ulike Ottinger > copy right Ulrike Ottinger

#frauenkampftag #ulrikeottinger #IWD2021 #weltfrauentag2021 #sieinspiriertmich #wirsindschonimmerda #queercinema

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